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Evangelische TelefonSeelsorge München

Die Beratung der Evangelischen TelefonSeelsorge in München bietet Hilfe und Beistand Krisen und Notsituationen. Wir beraten alle Menschen unabhängig von ihrer Glaubensgemeinschaft, Nationalität, ihrem Alter oder Beruf.
Die rund 120 ehrenamtlichen Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger des Evangelischen Beratungszentrums München sind rund um die Uhr erreichbar.

Das Team der Ehrenamtlichen wird von Pfarrer Norbert Ellinger geleitet und durch die Hauptamtlich Beschäftigten Frau Martha Eber und Dr. Christiane Wesselowsky unterstützt.

In 2019 wurden insgesamt 17.426 Gespräche geführt. 77% der Anrufer waren Frauen. Die wichtigsten Themen waren: Familiäre Beziehungen, Partnerschaft (25%), Depressive Verstimmungen, Trauer (23%) sowie Körperliches Befinden, Erkrankungen (25%).

Seit einiger Zeit bieten wir auch eine online Beratung in Chats an. Diese Möglichkeit wurde mehrheitlich von der Altersgruppe der 20-39 jährigen genutzt (49%). Das Angebot der E-mail Beratung wurde überwiegend von der Altersgruppe der 20-39 jährigen (62%) genutzt. Mit unserem Angebot erreichen wir damit alle Menschen über unterschiedliche Kanäle.

Weitere Informationen zur Evangelischen TelefonSeelsorge:

Die Evangelischen TelefonSeelsorge stellt sich vor:  Pfarrer Norbert Ellinger antwortete hier auf fünf zentrale Fragen rund um das vielseitige Angebot.

Wer kommt zu Ihnen in die Beratung?

Das Besondere an der TelefonSeelsorge ist, dass niemand an einen bestimmten Ort zu kommen braucht. Sie ist von zuhause oder von unterwegs, per Anruf oder Internet erreichbar: anonym, kostenfrei, kompetent und rund um die Uhr. Je nach Vorliebe treten Menschen jeder Generation telefonisch (0800 111 0 111) oder online (www.telefonseelsorge.de) in Kontakt. Die Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger arbeiten ehrenamtlich. Sie durchlaufen eine intensive neunmonatige Ausbildung.

Mit welchen Anliegen wenden sich Ratsuchende an Sie?

Menschen in körperlichen, seelischen oder geistigen Nöten rufen an oder schreiben. Eine Krebskranke bekommt Trost und Entlastung. Ein Selbständiger kommt mit jemandem ins Gespräch, der mit ihm den Sinn seines Lebens ergründet. Eine Frau findet stützende Begleitung in ihrer chronischen Angst. Ein Suchtkranker bekommt Informationen, wohin er sich wenden kann. Ein Ratloser findet den nächsten Schritt zur Lösung seines Problems. Eine Zweifelnde erhält Rückmeldung und Ermutigung auf ihrem Lebensweg.

In welchen Häusern beraten Sie zu Ihren Themen?

Die TelefonSeelsorge arbeitet im Verborgenen – das dient der Anonymität und Sicherheit sowohl der Ratsuchenden als auch der ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. Die Nummer 0800 111 0 111 ist bundesweit, Chat und Mail sind weltweit unter www.telefonseelsorge.de zu erreichen. Die 104 TelefonSeelsorge-Stellen bilden ein enges ökumenisches Netzwerk und arbeiten eng zusammen. Sie werden von den beiden großen Kirchen finanziert und von den Kommunen unterstützt.

Wie viele Klienten beraten Sie im Durchschnitt pro Woche?

Die 120 Ehrenamtlichen der Evangelischen TelefonSeelsorge in München arbeiten im Schichtbetrieb. Sie führen pro Tag insgesamt rund 45 Seelsorge- und Beratungsgespräche. Chats und Mails werden täglich mehrere geschrieben, die Zahlen erhöhen sich kontinuierlich. Einige Ratsuchende rufen regelmäßig an. Bundesweit wurden 2019 rund 1.000.000 Gespräche geführt. Manchmal muss man mehrmals anrufen, um einen Gesprächspartner zu bekommen.

Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit in der Zukunft?

Die TelefonSeelsorge hat einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag. Gerade in der Corona-Zeit hat sie viel Nachfrage und Anerkennung erfahren. Sie baut auch künftig auf engagierte, verschwiegene und mit innerer Freiheit lebende Ehrenamtliche. Sie muss noch besser erreichbar sein, zunehmend auch online und digital. Dazu benötigt sie zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen.