• Landwehrstr. 15/Rgb., 80336 München
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Schwangerschaftsberatung

Staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen

Jede Lebensphase hält andere Aufgaben bereit und stellt ihre eigenen Fragen. In der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen im ebz bekommen Sie die Antworten, die Sie brauchen.

Unsere Angebote sind kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Wir sind für Sie da, unabhängig von ihrer Weltanschauung oder Nationalität. Wir beraten auf Deutsch, Englisch, Französisch und Farsi. Für andere Sprachen organisieren wir einen kostenfreien Dolmetscher oder übersetzen in Gebärdensprache. Unsere Räume sind barrierefrei zu erreichen und dank unseres Blindenleitsystems finden sich Sehbehinderte bestens zurecht.

Auf Ihren Wunsch ist eine Juristin, Frauenärztin oder Psychologin bei der Beratung dabei. Wir beachten die gesetzliche Schweigepflicht.

Landwehrstr. 15

Weitere Informationen zur Schwangerschaftsberatung:

Echardinger Str. 63

Die Schwangerschaftsberatung stellt sich vor:
Sabine Simon antwortet hier auf fünf zentrale Fragen rund um das vielseitige Angebot.

Wer kommt zu Ihnen in die Beratung?

Unsere Angebote nutzen schwangere Frauen, Ihre Partner*innen, Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sowie Eltern und Alleinerziehende von Babys oder Kleinkindern bis zum Alter von drei Jahren. Genauso wenden sich Frauen und Jugendliche an uns, wenn sie Fragen zu Verhütung haben – oft nach einer sexualpädagogischen Veranstaltung in ihren Schulen oder ihrem Sprachkurs, die wir ja auch anbieten.
Egal aus welchem sozio-ökonomischen Milieu oder mit welchem kulturellen oder Bildungshintergrund: Unsere Klient*innen kommen aus allen Schichten und schätzen die niedrigschwellige und kostenlose Beratung. Auch Ratsuchenden mit geringen Deutschkenntnissen oder einer Hörbehinderung können wir rasch Beratungstermine mit einem kostenlosen Dolmetscherservice anbieten. Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder einer geistigen Behinderung helfen wir bei ihren Themen mit einfacher Sprache und Anschauungsmaterial.

Mit welchen Anliegen wenden sich Ratsuchende an Sie?

Die Anliegen sind vielschichtig: Das kann die Bitte einer Frau um ein Beratungsgespräch nach § 219 Strafgesetzbuch sein, weil sie einen Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) erwägt. Oder ein Paar, das sich kurz nach der Geburt des gemeinsamen Babys ständig in Auseinandersetzungen wiederfindet, bittet um Paarberatung. Andere wenden sich an uns, weil sie eine professionelle Begleitung nach einer niederschmetternden pränatal- diagnostischen Diagnose oder nach einer Totgeburt benötigen. Manche Frauen suchen uns nach der Geburt des Kindes auf, weil sie sich überfordert oder einfach nur permanent traurig fühlen. Viele Frauen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten bitten auch um konkrete finanzielle Hilfen für die Babyerstausstattung, die wir ihnen über Stiftungsmittel zukommen lassen können. Information und Unterstützung bei dem Papierkram, der rund um eine Geburt zu erledigen ist: Auch das ist ein häufiges Anliegen. So erklären wir gern die zu beachtenden Regelungen und zu erledigenden Dinge rund um Schwangerschaft und Elternsein. Stichworte hierzu sind Klinik- und Hebammensuche, Vaterschaftsanerkennung, Unterhalt, Mutterschutz, Kinder- und Elterngeld, Elternzeit, zukünftige Kinderbetreuung oder der Wiedereinstieg in den Beruf. Nicht wenigen Klient*innen helfen wir bei der Durchsetzung ihrer gesetzlichen Ansprüche, insbesondere gegenüber Sozialleistungsträgern, Arbeitgebern oder Vermietern.

Selten, aber immer verbunden mit großer Not, wenden sich Frauen an uns, die ungeplant schwanger sind, ihr Kind heimlich zur Welt bringen müssen und zur Adoption freigeben möchten. Wir begleiten sie dann im Rahmen einer sogenannten vertraulichen Geburt, damit Mutter und Kind bestmöglich versorgt und geschützt sind. Und manchen Frauen, etwa mit einer posttraumatischen Belastungsstörung, können wir auch eine intensive Einzelgeburtsvorbereitung anbieten.

In welchen Häusern beraten Sie zu Ihren Themen?

Die Schwangerschaftsberatungsstelle bietet ihre gesamten Beratungsangebote sowohl in der Stadtmitte als auch in Ramersdorf an. Bei Terminanfragen für ein erstes Gespräch schauen wir gemeinsam mit den Ratsuchenden, welcher Standort für sie besser erreichbar ist und wo am ehesten ein Beratungstermin frei ist. Bei weiteren Beratungsgesprächen hat dann die Klient*in stets die gleiche Berater*in.

Wie viele Klient*innen beraten Sie im Durchschnitt pro Woche?

In der Regel halten wir etwa 120 Beratungstermine pro Woche  pro Woche vor. Da aber viele Ratsuchende zu zweit kommen oder wir noch Dolmetscher*innen hinzuziehen, sind es in manchen Wochen sicher über 180 Personen, die zu uns in die Beratung kommen. Hinzu kommen noch die Schüler*innen aus diversen Kooperationsschulen und Teilnehmer*innen von Infoabenden, Sprachkursen und sonstigen Integrationsprojekten, die wir mit unseren Angeboten aus dem Bereich der Sexuellen Bildung oder der Schwangerschaftsberatung erreichen.

Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit in der Zukunft?

Ich wünsche mir, dass Gynäkolog*innen jede Schwangere auf die Angebote der staatlich anerkannten Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen hinweisen – und nicht nur im Fall einer ungewollten Schwangerschaft. Damit könnte man erreichen, dass wirklich alle schwangeren Frauen über ihren gesetzlichen Anspruch auf Information, Beratung und Unterstützung Bescheid wissen und sich bei Bedarf an uns oder an eine andere Schwangerschaftsberatungsstelle wenden können. Ansonsten wünsche ich mir, dass die Versorgung von Schwangeren im Bereich der Hebammenbetreuung vor, während und nach der Geburt besser wird und insbesondere alleinerziehende Mütter einen gesetzlichen Anspruch auf Haushaltshilfen in den ersten Wochen nach der Geburt haben. Und nicht zuletzt wünsche ich mir angemessenen Wohnraum für jede Familie in München. Denn alle künftigen Eltern wünschen sich für ihr Baby einen sicheren Platz und die bestmöglichen Startbedingungen.