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HuG FAQ

Wir bieten für gehörlose und hörbehinderte Menschen ein spezifisches Beratungsangebot in der Erziehungsberatung und der Ehe-, Partnerschafts-, Familien- und Lebensberatung an. Dieses richtet sich an Gehörlose, Schwerhörige, Resthörige, Ertaubte und Cochlea-Implantat-Träger*innen und ihre Familien.

Unsere Berater*innen verfügen über ein umfangreiches Hintergrundwissen zur Lebenswelt gehörloser und hörbehinderter Menschen. Je nach Bedarf beraten wir Sie in Deutscher Gebärdensprache (DGS), Lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG), Lautsprache und Mischformen oder mit Gebärdensprachdolmetscher*in.

Weitere Informationen zum Team Hörbehinderung und Gebärdensprache:

Das Team Hörbehinderung und Gebärdensprache stellt sich vor. Teamleiterin Anna Stangl antwortet hier auf fünf zentrale Fragen rund um das vielseitige Angebot.

1. Wer kommt zu Ihnen in die Beratung?

Eine Anmerkung vorweg: Bei der Verwendung der mittlerweile bewährten und weitläufig gebrauchten Begrifflichkeit „Hörbehinderung“ schließen wir folgende mit ein: taub, gehörlos, schwerhörig, ertaubt, CI-Träger, Hörgeräteträger, Schlappohr, BAHA-Träger, frühschwerhörig, spätschwerhörig, spätertaubt, fehlhörig, andershörend…

 

In der HuG Erziehungsberatung haben wir folgende Zielgruppen:

  • Eltern mit Hörbehinderung
  • Eltern oder Angehörige von Kindern bzw. Jugendlichen mit Hörbehinderung
  • hörende Kinder bzw. Jugendliche von hörbehinderten Eltern, sog. Coda (Children of deaf adults)
  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (18-27 Jahre) mit Hörbehinderung
  • Eltern im Rahmen der gerichtsnahen Beratung nach dem München-Modell (MüMo, § 156 FamFG)
  • Fachkräfte mit Anfragen zu IseF-Fachberatung (§8a und 8b, SGB VIII)
  • Fachkräfte aus zielgruppenspezifischen Institutionen

 

In der HuG Ehe-, Partnerschafts-, Familien und Lebensberatung  haben wir folgende Zielgruppen:

  • Erwachsene mit Hörbehinderung (Alleinstehende oder Paare)
  • Partner*innen, erwachsene Kinder, Eltern und Verwandte von Erwachsenen mit Hörbehinderung

 

2. Mit welchen Anliegen wenden sich Ratsuchende an Sie?

Neben Themen wie Erziehungsfragen, Pubertät und Ambivalenz bezüglich der Partnerschaft stehen häufig vielfältige Themen in Zusammenhang mit „Leben mit Hörbehinderung“  im Vordergrund. Hier eine Auswahl:

  • verschiedene Kommunikationsformen innerhalb der Familie, in der Partnerschaft und im schulischen und beruflichen Umfeld
  • Identitätsentwicklung zu Fragen wie:

Zu welcher Welt bzw. Kulturgemeinschaft fühle ich mich zugehörig?

Wie finde ich mit Hörbehinderung oder als Coda meinen Platz in der Familie/Gesellschaft?

Wie stelle ich mich und meine Bedürfnisse sowie Grenzen dar?

  • Ausgrenzung durch erlebten Klatsch und Tratsch durch Peers
  • Isolation (insbesondere im Alter)
  • Krisen und Konflikte in der Partnerschaft

 

3. In welchen Häusern beraten Sie zu Ihren Themen?

Die HuG befindet sich in der Landwehrstraße 15 im dritten Stock des Rückgebäudes. Bei Bedarf beraten wir auch in den Zweigstellen Pasing oder in Ramersdorf.

 

4. Wie viele Klient*innen beraten Sie im Durchschnitt pro Woche?

Für uns besteht die Vorgabe, 60 Prozent der Arbeitszeit direkte Beratungsarbeit zu leisten. Bei uns in der HuG haben wir einen dreimal höheren zeitlichen Aufwand pro Klient*in im Vergleich zur klassischen EB- und EPFL-Arbeit.

 

5. Was wünschen Sie sich für Ihre Arbeit in der Zukunft?

Wir wünschen uns Barrierefreiheit für unsere Zielgruppe bezüglich der Kommunikation in anderen (Beratungs-)Einrichtungen, an die wir sie für spezifische Themen weiterverweisen können.

Eine noch engere Vernetzung der Einrichtungen ist auch wünschenswert, um die Versorgung von Menschen mit Hörbehinderung flächendeckend zu gewährleisten.